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Tag 15
Tour zum Pura Lempuyang
und erste Anprobe der geschneiderten Kleidung...
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An diesem Tag führte uns die Tour zum
Pura Lempuyang. Allein die Fahrt dauerte über zwei Stunden, da
der
Berg auf dem der Tempel steht, sich ganz im Osten von Bali befindet. Ein eingehender Bericht
vom Tempel findet sich unter
Sehenswertes.
Unsere Fahrt führte wieder vorbei an Klungkung, der Goa
Lawah, Candi Dasa und dem Wassergarten Tirta-Gangga. Auf der Fahrt präsentierte sich der Vulkan Agung in, von uns zumindest noch nicht
gesehener Pracht. Fast wolkenfrei, hatte man einen atemberaubenden Blick bis zum Gipfel.
Nur ein
dünner Ring aus Wolken hing unterhalb der Bergspitze.
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Gegenüber, am Ost Ende Balis, wuchs der deutlich kleinere Gunung Lempuyang heran. Der dicht mit
Dschungel bewachsene Berg ist mit etwa 1100 Meter natürlich viel kleiner als der
Agung, sah aber trotzdem, dank der freien Sicht, ebenso beeindruckend aus.
Schon von weitem kann man den untersten, weißen Tempel und das Endziel, den Tempel auf der
Bergspitze, gut erkennen. Aber wirklich abschätzen, was Einen erwartet, kann
man eigentlich erst nach der Besteigung auf dem Rückweg, wenn man
noch einmal sieht, was man da vollbracht hat.
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Der unterste weiße Tempel wird gerade renoviert und strahlt weithin sichtbar. Aus künstlerischer
Sicht, ist es sicher der Schönste der verschiedenen Tempel, die auf dem Berg verteilt sind. Er ist übersät mit in den Stein gehauenen Bildern und Figuren. Riesige, steinerne Schlangen
oder Drachen, je wie man es sieht, ziehen sich die Treppen zum eigentlichen Tempelhof hinauf.
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Der Parkplatz, bis zu dem man als Besucher fahren darf, befindet sich nicht weit von diesem
Tempel, so daß man ihn schnell erreicht hat. Im Tempel muß natürlich ein Sarong getragen
werden, aber es kostet keinen Eintritt, ihn zu betreten. Die, dort arbeitenden Männer, freuten
sich über die Abwechslung durch unseren kurzen Besuch. Viele Touristen kommen
offensichtlich nicht hierher. Selbst die meisten Balinesen, zumindest alle die wir
fragten und das waren einige, besuchten den Tempel auf dem Berg nur einmal in
ihrem Leben oder waren noch gar nicht dort. Andere wiederum, gehen
regelmäßig auf den Berg zum Beten und für Zeremonien. Unsere Schneiderin in Sanur war zum
Beispiel völlig begeistert von den Tempeln, und hat sie schon einige Male besucht.
Die steilen Treppen zum Tempelhof sollte man unbedingt besteigen, da man von dort oben noch eine viel tollere Aussicht auf den Agung und das umliegende Land hat.
Der steile Weg, der zum eigentlichen Beginn des Aufstieges zum Lempuyang führt, ist etwa
zwei Kilometer lang und bietet kaum Schatten.
Dementsprechend anstrengend ist schon dieser Teil der Besteigung. Am Berg, an dem die Treppen beginnen, befindet
sich dann der
zweite Tempel der aber deutlich kleiner ist.
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Direkt beim Tempel beginnen die Treppen, die sich im Zickzack - Kurs den Berg hinaufwinden.
Angeblich sollen es etwa 1.700 Stufen sein. Wir versuchten sie zwar zu zählen, kamen aber durch
die Anstrengung des Aufstieges immer wieder aus dem Zählen heraus, so daß wir es
schließlich sein
ließen. Man denkt ständig, daß es kein Ende mehr nimmt und man es nicht schaffen
kann, den
Gipfel jemals zu erreichen.
Die Treppen selbst, sind größtenteils in gutem Zustand. Ab und zu gibt es aber einige schwer
beschädigte Teilstücke. Man sollte gut aufpassen, wo man hintritt, da hier oben wohl so
schnell keine Hilfe zu erwarten ist. Man möchte kaum glauben, daß Priester und
einige
bezahlte Träger, den Weg nach oben mehrmals am Tag, hinter sich bringen.
Beeindruckend zu sehen, wie manch ältere Frau die Waren
für ihren
Shop, wie zum Beispiel Getränkekisten, auf dem Kopf den Berg hinauftrug.
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Andere Touristen sahen wir nur drei am Fuß des Berges. Mehrere Busse mit Schülern kamen
kurz nach uns an, um den Berg zu besteigen und oben zu beten. Diese überholten
uns natürlich
und wir sahen die grinsende Masse dann auf dem Gipfel wieder.
Da Touristen wohl nicht so oft hinaufsteigen, wurden wir auch hier immer wieder freundlich
gegrüßt
und beäugt. Die Treppen nach oben wollen kein Ende nehmen und winden sich
teils
mit kleinen, und dann wieder mit tiefen Stufen, nach oben. Die Länge der
einzelnen
Treppenabschnitte sind völlig unterschiedlich und wahllos. Immer wieder unterbrochene, durch kurze,
stufenfreie und manchmal, steile Wege.
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Die Seiten der Wege, sind nicht mit Geländern befestigt und man kann, wo der Dschungel es zulässt,
tief nach unten schauen. Zwischen den
Treppenabschnitten sind regelmäßig kleine Plattformen mit Sitzgelegenheiten zum Ausruhen. Meist sitzt an diesen Stellen auch ein
Verkäufer und wartet auf Kundschaft.
Einen, der vier Tempel erreicht man nur, wenn man die Treppen verlässt und etwa einen
Kilometer den Berg entlang geht. Aus Zeitgründen verzichteten wir aber darauf und
liefen weiter. Nach der Hälfte des Aufstieges, erreicht man dann den dritten Tempel,
bei dem man wieder rasten sollte, und wo sich auch wieder einige Shops befinden.
Normalerweise wimmelte es hier von Affen, aber wir sahen nur vereinzelte. Man
hörte sie mehr im Dschungel, wie das man sie sah.
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Die Schülergruppe, die uns überholt hatte, war gerade hier mit dem Beten fertig geworden und
machte sich auf, zum letzten Tempel. Wir machten aber erst mal bei den Shops eine kurze
Rast. Hier oben war das Klima deutlich kühler, was den Aufstieg etwas erleichterte.
Ungeübte, wie wir, dürften für den gesamten Aufstieg so etwa zwei Stunden
brauchen. Kurze Pausen inklusive.
Man sollte die Zeit so einteilen, daß man nicht im Dunkeln auf dem Weg nach unten ist, da es
keinerlei Beleuchtungseinrichtungen gibt und es dadurch recht gefährlich werden kann. Lieber
nichts riskieren, möglichst zeitig zum Berg aufbrechen und je nach dem, von wo man
kommt, die
lange Autofahrt mit einrechnen.
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Der Abstieg geht zwar viel flotter, aber das ständige bremsen geht ziemlich in die Beine. Ich
fand es am Ende fast schlimmer, als den Weg hinauf. Bis zur Hälfte, kommt man gut voran,
wenn es wieder heim geht. Aber irgendwann, tut es richtig weh und man fragt sich immer
wieder, wie man den Weg nach oben überhaupt schaffen konnte. Man muß es selbst
erleben, da es nur schwer zu
beschreiben ist. Am Ende jedenfalls ist man mächtig stolz auf sich, wenn man es geschafft hat.
Oben beim letzten Tempel angekommen, wird man dann belohnt, wenn das Wetter mitmacht, durch
traumhafte Sicht auf das umliegende Land und das Meer. Es hat sich zwar gelohnt, aber ich bin
sicher, daß wir den Aufstieg kein zweites Mal machen werden. Aber einmal zumindest, sollte
man
es erleben. Schon deshalb, weil nicht jeder Tourist sagen kann, er hat den Berg bestiegen.
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Zurück im Hotel fanden wir dann eine Nachricht von unserer netten Schneiderin Regina, die uns
die Kleidung zum anprobieren vorbei bringen wollte. Wir waren begeistert von der Arbeit und
mußten nur bei zwei Hosen geringfügig an der Bundweite etwas ändern lassen.
Sie versprach uns, die Sachen in der Woche darauf, geändert vorbei zu
bringen, wenn wir aus West Bali zurückkämen.
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