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Tag 16
Drachen-Shop, West Bali, Medewi Beach Cottages,
Putusri-Garden, die Schlange und die Kuh...
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Heute verließen wir die Vila Shanti und nahmen Abschied vom netten Personal. Sie waren uns durch
die familiäre Atmosphäre im Hotel, richtig ans Herz gewachsen. Spricht natürlich nur für das Hotel,
wenn man traurig ist, wenn man es verlassen muß. Dieses hatten wir aber auch schon
von anderen Gästen gehört, die hier eine gewisse Zeit verbracht hatten. Aber die letzten
zwei Tage verbringen wir ja wieder hier, was das Personal sehr freute.
Mit Moni und Dewa ging die Fahrt durch Denpasar Richtung West Bali. Unterwegs hielten wir noch
an einem der Kite-Shops, die hier am Rande der Stadt, in großen Mengen aufgereiht
waren. Man kann die Drachen hier um einiges billiger bekommen als zum Beispiel in
Sanur. Schnell waren zwei gefunden, die wirklich toll gemacht und reich verziert waren. Da sie um etwa die Hälfte billiger
waren, als alle die wir bisher gesehen haben, nahmen wir gleich zwei, obwohl wir schon über
einen glücklich gewesen wären. Am besten nimmt man sie beim Heimflug mit in die Maschine,
da sie im Gepäck nur schwer unterzubringen sind und dort leicht kaputt gehen. Wir hatten am
Flughafen auch keine Problem beim Einchecken, die Drachen als Handgepäck mit in das
Flugzeug zu nehmen.
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Nach etwa zwei Stunden Fahrt kamen wir in West Bali an. Es sind zwar von Sanur aus nur um die
80 Kilometer, aber die schmalen Straßen und der dichte Verkehr, brauchen ihre Zeit.
Unterwegs hielten wir zum Essen außerdem noch in einem netten Restaurant am Meer.
Die Landschaft in West Bali macht einen sehr viel tropischeren Eindruck als auf dem Rest der Insel.
Endlos lange Strände mit feinem schwarzen Sand und Palmenreihen an der, am Meer entlang
führenden Hauptstraße. Weit kann man in das Land hineinschauen, über dichten Dschungel
und im Hintergrund bewaldete Bergketten. Auffallend waren die vielen neuen Häuser,
Warungs und Shops entlang der Straße, die seit unserem Besuch vor zwei Jahren
aus dem Boden gewachsen waren. Faszinierend auch die ständig, an den flachen
Strand tosenden Wellen. Alles in allem ein Bild, daß man so in anderen Teilen
Balis nicht zu sehen bekommt.
Die Strände sind hier viel schöner, als die, teilweise sehr mitgenommenen, in Süd
Bali. Durch den Raubbau am Riff in Süd Bali, zerstören die Wellen langsam die Strände. Vor
vielen Jahren benutzte man die Korallen zum Bauen, was sich jetzt verheerend auswirkt. Im Moment
versucht man, durch den Bau von T-Förmigen Wellenbrechern aus Stein, daß
Schlimmste zu verhindern. Diese sind, zum Beispiel im Bereich, vor und
neben der Vila Shanti in Sanur schon weitgehend fertiggestellt.
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Soweit wir wissen, werden sie jetzt noch bepflanzt, damit es auch optisch schön aussieht.
Ein Stück weiter weg vom Hotel, konnten wir die Firma mit ihren Baggern beim Bauen beobachten. Dieses
verursacht einen Höllenlärm und man sollte besser in keinem Hotel wohnen, bei dem gerade
daran gearbeitet wird. Die Arbeiter waren oft bis spät in die Nacht an den Baustellen. Wohl,
um noch rechtzeitig vor dem Besucheransturm im Sommer fertig zu sein, damit die
Belästigung möglichst klein gehalten wird. Wir hatten jedenfalls Glück, daß der
Wellenbrecher vor unserem Hotel
bereits fertig war. Zwischen den einzelnen Wellenbrechern sind immer einige hundert Meter Strand, die später
wieder aufgeschüttet werden sollen.
Dieses Problem gibt es in West Bali nicht und die Strände fallen schön flach und gleichmäßig aus.
Hin und wieder gibt es einige felsige Abschnitte, die zum baden natürlich ungeeignet sind. Aber
einsamer, flacher Sandstrand ist in Hülle und Fülle vorhanden. Touristen sieht man hier so gut
wie nie und dafür tummeln sich viele Einheimische an den Stränden und grüßen oftmals
freundlich die unerwarteten Besucher. Dieses sollte unser erster Tag seit der Ankunft
auf Bali sein, an dem wir nicht einmal angesprochen wurden,
etwas zu kaufen oder ähnliches.
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Irgendwann kamen wir bei den Medewi Beach Cottages an. Eine kleine Bungalow - Anlage, direkt am Meer
mit Pool und drei Restaurants. Das Frühstück war nicht im Preis inbegriffen und so kann man sich eines
der drei unmittelbaren Restaurants aussuchen. Nur eines der Restaurants gehört zum Hotel und man
sollte ruhig alle mal ausprobieren, da das Preis-Leistungsverhältnis doch recht unterschiedlich ist.
Strand gibt es direkt vor dem Hotel nicht, da dort nur Felsbrocken liegen. Allerdings muß man
auch nicht weit zum Beginn des Sandstrandes laufen. Der starke Wellengang vor dem Hotel
ist
dafür ein Fest für Surfer und dementsprechend viele waren hier anwesend. Außer uns
waren nur
einige, muß ich leider sagen, etwas unfreundliche Australier. Das Personal
ging mit seinem
Lächeln deshalb auch etwas zaghafter um, als wir ankamen. Das besserte
sich aber recht schnell, als sie uns besser kennen lernten. Man hatte das
Gefühl, daß sie im Hotel oft mehr
raue Gäste gewohnt waren. Die meisten, die hier ankamen waren
aber auch nur Surfer und Durchreisende.
Die Anlage ist sauber und aufgeräumt, aber weit entfernt von der gemütlichen Atmosphäre, wie wir
sie in Sanur hatten. Die Zimmer sind sauber und ordentlich und je nach Preis mit Klimaanlage
und Kühlschrank ausgestattet. Man sollte aber vermeiden ein teureres Zimmer direkt am Meer
zu nehmen, da die an den Strand brechenden Wellen viel zu laut sind
und man kaum schlafen kann.
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Die Auswahl an Hotels ist in diesem Teil der Insel ja nicht groß, so daß man sagen kann, daß dieses
Hotel im Preis-Leistungsverhältnis sicher das Empfehlenswerteste ist. Für längere
Erholungsaufenthalte ist es nach unserer Meinung aber sicher nicht geeignet.
Galt natürlich nur für den Zeitpunkt unseres Aufenthaltes Juni 2003 und
kann sich zwischenzeitlich einiges verändert haben.
Da hier in der Umgebung sehr viele Moslems leben, wird man mehrmals täglich, durch zum Gebet
rufende Sänger, beschallt. Leider so auch nachts um etwa Vier Uhr wird man davon
aus dem Schlaf gerissen, aber nach ein paar Tagen gewöhnt man sich daran
und hört es gar nicht mehr.
Nach dem Auspacken fuhren wir ein paar Kilometer weiter zum Rohbau von Putusri-Garden. Eigentlich
hätten wir hier die Woche verbringen wollen, aber durch einige Fehler des Architekten,
verzögerte
sich der Bau, so daß wir in ein Hotel mußten. Eigentlich Schade, daß wir
dadurch nicht mehr von dem,
bereits fertig gestellten Teil der Anlage, ansehen konnten.
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Beim um das Haus schnüffeln bekamen wir dann noch einen gehörigen Schreck, als eine grünfarbene,
an die zwei Meter lange Schlange unter dem Haus hervorschoss. Das kleine Tier hatte aber
offensichtlich mehr Angst vor uns, als wir vor ihr und war schneller als man denken konnte
im
nebenliegenden Reisfeld verschwunden. So ein Kaliber, hatten wir in freier Wildbahn,
bisher noch nicht zu Gesicht bekommen.
Frecherweise wurde das Grundstück, von Fremden als Weideplatz für ihre Kühe missbraucht. Die lieben
Tiere, machten zwischen Gras und den frisch gepflanzten Ziersträuchern auf dem
Grundstück, leider keinen Unterschied. So betätigte ich mich als Kuhhirte und machte das an einem Reisbüschel
festgebundene Tier los. Netterweise ließ sich die Kuh, die wie sich bei genauerem hinsehen
als Bulle herausstellte, ohne
Probleme dirigieren. So konnte ich sie, an der Leine über das Reisfeld führen und, in sicherer Entfernung zum Grundstück, anbinden.
Nach einem Strandspaziergang zum nicht weit entfernten Pura Rambut
Siwi, wollten wir versuchen die Drachen steigen zu lassen. Auf dem Spaziergang wurden wir oft von fröhlichen, spielenden Kindern
begrüßt. Die Drachen wollten zwar recht gut fliegen, aber dann scheiterte es an der etwas zu kurz
geratenen Schnur. Diese hatten wir neu gekauft, doch war sie nur grob in Ringe gelegt und
leider hoffnungslos verheddert. Aber immerhin flogen die schön
gestalteten Drachen tatsächlich.
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Später aßen wir dann noch im hoteleigenen Restaurant. Das Essen war sehr gut und das Personal
wirklich nett. Die Preise sind hier im Hotel aber etwas höher als vergleichsweise in
Sanur. Dewa mußte
zwischenzeitlich zu seiner, nicht weit weg wohnenden Familie, da zwei entfernte Verwandte gestorben
waren. Bei den Vorbereitungen für die Verbrennungszeremonien, mußte er helfen.
Die Zeremonien waren für den nächsten Tag geplant und man hatte uns eingeladen dabei zu sein.
Das hatten wir natürlich gerne angenommen, da man nicht oft die Gelegenheit hat, so etwas bei-
zuwohnen. Nur sollten die Zeremonien parallel zueinander stattfinden, so daß wir keine
der beiden
wirklich ganz sehen konnten.
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