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Tag 5

Waterboom Park in Kuta

 

Für diesen Tag hatten wir vor, den schon lange geplanten Besuch im Waterboom Park and Spa in Kuta durchzuführen. Einem Schwimmbad und Wasserrutschen- Spaßpark, den wir bei unserem Urlaub vor zwei Jahren nicht besucht hatten, da wir von seiner Existenz nichts gewußt haben. Da Wayan an diesem Tage mit familiären Dingen beschäftigt war und uns nicht fahren konnte, suchten wir uns am Tag vorher schon einen Taxifahrer. Dieser war auch schnell gefunden, da er gegenüber vom Hotel saß, wo wir uns schon öfters in einem Shop mit diversen Dingen eingedeckt hatten.

Für 30.000 Rupiah je Fahrt wollte er uns nach Kuta bringen und uns um 17 Uhr wieder dort abholen. Der Preis war mehr als okay und so willigten wir ein. Er versuchte erst gar nicht uns einen überteuerten Preis abzuverlangen, vielleicht auch, weil wir seine Frage- First time on Bali ?- verneinen konnten. Aber wie sich herausstellte war er ein sehr netter Taxifahrer. Da hatten wir schon mal weniger Glück.

 

Überall gibt es Sonnenschirme, Bambusshütten und liegen zum entspannen...

 

Wenn es doch mal voll wird, sind große Rasenflächen vorhanden, die zum Sonnenbaden einladen...

 

In Kuta, auf dem Weg zum Waterboom Park, ging es durch das übliche leicht nervige Verkehrsgewühl. Trotzdem erreichten wir recht schnell den um neun Uhr öffnenden Park. Der Eintrittspreis von ca. 15 Dollar erschien zwar im ersten Moment recht hoch, war es aber am Ende des Tages mehr als wert. Kinder sind natürlich etwas billiger und da der Euro in dem Moment auch höher war als der Dollar, ging es preislich.

Beruhigend war auch die Sicherheitskontrolle am Eingang, inklusive Durchsuchung unseres Rucksacks mit Metalldetektoren. Essen und Getränke darf man keine mit in den Park bringen, aber unsere kleine Wasserflasche stellte kein Problem dar. Eigentlich ist es auch nicht nötig etwas zu Essen mitzubringen, da die Preise nicht zu hoch sind und die Auswahl an Gerichten in den Parkrestaurants riesengroß ist. Im Essensbereich erwartet einen, von der leckeren Pizza bis zum indonesischen Sate, alles was das Herz begehrt. Der Park selbst präsentiert sich in Europapark- Atmosphäre, nur nicht so überlaufen. Handtücher kann man, ebenfalls gegen geringen Preis und Hinterlegung einer Kaution, leihen.

 

Die große Poollandschaft, in der Mitte die Poolbar und viele Springbrunnen...

 

Blick von der höchsten Rutschbahn, über den Park und Kuta...

 

Wer sich Sorgen um seine Wertsachen macht, kann sich ein Schließfach mieten, die es in zwei verschiedenen Größen und Preisen gibt. Den Schlüssel kann man sich dann an Fuß oder Handgelenk binden. Fast wie daheim. Jede Menge Personal sorgt dafür, daß alles sauber und ordentlich glänzt. Überall passen Lifeguards auf, daß  nichts passiert und man sich an die Vorschriften hält. Wenn man dann doch versehentlich was falsch macht, wird man freundlich, aber bestimmt auf das Versehen hingewiesen.

Im Ticketpreis enthalten, war übrigens eine Versicherung für den Unfall oder Todesfall, beim Aufenthalt und benutzen des Parks und seiner Einrichtungen. Die genauen Optionen wissen wir jetzt leider nicht mehr aus- wendig, aber enthalten war eine vorgegebene Summe für den Sterbefall und falls nötig nach einem Unfall, eine vorgegebene Summe für den Krankenhausaufenthalt.

Die Hauptattraktionen des Parks sind natürlich die diversen Wasserrutschen in diversen Tempi. Eigentlich so, wie man sie auch bei uns kennt, nur länger, schneller und mehr davon auf einem Haufen, als man verkraftet. Hochgeschwindigkeitsrutschen und gewundene Rutschen, teils mit Tunneln, lässt es einem schwer fallen, zu entscheiden, wo man anfangen soll. Am besten erst mal alle ausprobieren.

 

Blick vom zweithöchsten Turm auf die beiden langen gewundenen Rutschen und im Hintergrund Kuta...

 

Das Ende einer der gewundenen Rutschen. Überall ist Personal verteilt, daß aufpasst das nichts passiert...

 

Für kleinere Kinder gibt es auch ein paar abgeschwächte Versionen, da für die großen Rutschen eine Mindestgröße vorgeschrieben ist. Je nach Art der Rutschbahn muß eine Matte oder ein mit Luft gefüllter Reifen benutzt werden. Die Reifen gibt es als Einzel- und Doppelsitzer. Sollte man unbedingt beide einmal ausprobieren und auch mal wechseln, wer vorne und hinten sitzt, da es doch jedes mal den Spaß beim  Rutschen in neue Höhen treibt. Insgesamt ein Riesenspaß für die ganze Familie und unbedingt einen Besuch wert. Und viel Zeit sollte man mitbringen. Die Wartezeit an den Rutschen ist eigentlich nicht  der Rede wert, sofern man überhaupt warten muß. Selbst als sich der Park später gut füllte,  gab es keine nervigen Wartezeiten. An jeder Rutsche sind permanent zwei Aufpasser, welche die Besucher einweisen, falls nötig. Der Großteil der Besucher bestand aus  Koreanern und einigen Australiern. Deutsche begegneten uns hier keine.

 

Der Kinderbereich des Parks, mit Spielplatz, Pool und Rutschen...

 

Großer Pool mit Brunnen und Wasserball Spielmöglichkeiten...

 

Für Kinder gibt es einen extra Poolbereich mit Spielplatz und Rutschbahnen. Schön zu sehen das wenigstens  hier im Park kein Besuchermangel herrschte. Aber sicher nicht zu vergleichen mit den Besuchermassen, die sich  hier wohl vor dem Attentat getummelt haben müssen.  Eine der gewundenen Rutschen endet dann in einem Fluß, über den man sich, allerdings nur mit Reifen, gemütlich treiben lassen kann. Diverse Brunnen, die  einen unterwegs nass spritzen, sorgen dabei dafür, daß man nicht einschläft.

 

Die fünf schnelleren Rutschen des Parks. Die beiden gewundenen Rutschen befinden sich weiter rechts zwischen den Bäumen. Die beiden Punkte auf der Doppelrutsche, sind übrigens wir beide beim Partnerrutschen...

 

Wir beide nach der Rutschpartie, sie hat übrigens gewonnen...

 

Ein Pool mit Möglichkeit für Wasserballspiele und Pool Bar runden das Ganze ab. Überall gibt es kleine Dächer, Sonnenschirme und Liegen, unter denen man vor der Sonne sicher ist. Da überall Palmen stehen, befindet man sich auch bei längerem aktiven Aufenthalt nicht permanent in der Sonne. Wie von diversen Bali Parks und Anlagen gewohnt, ist auch hier alles in einem wunderschön gepflegten und bepflanzten Garten eingebettet.

Bei einem Euro- Bungie kann man sich von Trampolins aus in die Höhe schnellen lassen. Ist wohl aber eher für Kinder gedacht. Massagemöglichkeiten dürfen hier natürlich auch nicht fehlen. Ein Souvenirshop, der auch einen kleinen Fotoladen beinhaltet, befindet sich bei den Restaurants. Dort kann man sich auch seine Filme entwickeln lassen und nach einiger Wartezeit auch gleich wieder mitnehmen.

 

Mehr als einmal ließen wir uns durch den gemütlichen Fluß treiben...

 

Solche Hütten mit Liegemöglichkeiten, gibt es viele überall im Park...

 

Die ersten vier Stunden, mit Erkundung des Parks, mit zehn mal rutschen ( wobei der Weg zu den Rutschen und der Aufstieg des sehr hohen Rutschbahnturmes erst mal bewältigt werden will ), einer ersten Essenspause und gemütlichen Kaffeetrinken, vergingen wie im Flug. Eben dieser Weg zu den Rutschen, der aufgrund der Länge der Rutschen einiges an Laufmetern anfallen lässt, hat es in sich. Der Weg unterhalb der Rutschen besteht aus rauen, geriffelten Betonplatten. Diese tun nach einer Weile dann richtig weh und es gibt wunde Füße. Dieses lässt sich aber nicht vermeiden, da man beim Rutschen keine Badeschuhe, irgendwelcher Art tragen darf.

 

Lecker futtern, inmitten eines tropischen Dschungels...

 

Überall passen die Lifeguards auf, daß man sich an die Regeln hält und nichts passiert....

 

Die wenigste Zeit verbrachten wir beim Sonnenbaden, da die Rutscherei einfach zu viel Spaß machte. Nur das Erklimmen des Rutschbahnturmes hält einen irgendwann am Boden der Tatsachen. Wie im Flug verging dieser Tag und irgendwann war es dann soweit, daß wir gehen mußten, da unser Taxifahrer ja um 17 Uhr draußen wartete. Nach diesen Anstrengungen fiel es abends nicht schwer, in das Land der Träume zu finden.

 

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