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Impfbestimmungen



Derzeit sind Impfungen nicht zwingend vorgeschrieben, außer Sie reisen aus einem Gelbfieber- Infektionsgebiet ein. Für bestimmte Gebiete wird jedoch eine Cholera-, Malaria- oder Thyphusprophylaxe
empfohlen. Bitte sprechen Sie vor der Abreise auf jeden Fall mit Ihrem Hausarzt.

Welche Impfungen nun Sinnvoll sind und welche nicht, muß jeder für sich selbst entscheiden.
Sicher sind die Chancen bei manchen Krankheiten sehr gering, daß man sie sich einfängt, Aber
dieses Risiko sollte man nicht unbedingt eingehen.

Nachstehend, einige Tipps und Empfehlungen des Auswärtigen Amtes, für Indonesien.

Stand: 22. März 2004

Im Zusammenhang mit der inzwischen auch in Indonesien ausgebrochenen Vogelgrippe wird 
Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden.
Nähere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema Vogelgrippe finden Sie unter:
http://auswaertiges-amt.de

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt als sinnvollen Impfschutz:

Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A als Grundschutz.

Bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition 
(Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut, Typhus und gegen 
Japanenzephalitis sehr sinnvoll sein. 

Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und 
reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. 
HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die 
Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder 
Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.
Gelegentlich wird ein negativer HIV-Antikörpernachweis bei der Verlängerung der 
Aufenthaltsgenehmigung verlangt.

Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und
konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) 
können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen
ganz vermieden werden. Dazu zählen auch das Denguefieber und die Malaria, die durch Mücken
übertragen werden! Beide Erkrankungen nehmen in der Verbreitung zu.

Denguefieber, eine von Moskitos übertragene fieberhafte Viruserkrankung, kommt in Indonesien 
wie auch im übrigen Südostasien häufig vor. Sie wird das ganze Jahr über übertragen mit 
Häufung während der Regenzeit. Alle paar Jahre finden größere Epidemien statt. So hat 
gegenwärtig ein Ausbruch weite Teile des Landes erfasst. Nachdem es keine ursächliche 
Behandlung gibt, beschränkt sich die Therapie auf die Linderung der Beschwerden. 

Wichtigste vorbeugende Maßnahme ist daher der Schutz vor den vorwiegend tagsüber 
stechenden Moskitos mit angepasster Kleidung und moskitoabweisenden Hautmitteln.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente 
(z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und 
persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen 
Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem 
Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Manche Medikamente sind in Indonesien 
oft nicht erhältlich!

Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen in Indonesien vor und können ein 
Risiko für Reisende darstellen (Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt). Die medizinische 
Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, 
operativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete 
Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Kranken-
Versicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. 
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen 
entsprechend geschützt werden Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt 
bzw. Reisemediziner sinnvoll.

In der Trockenzeit kommt es regelmäßig in Kalimantan, Zentral- und Südsumatra zu großflächigen 
Waldbränden, die sicher in der Region als intensiver und die Atemwege reizender Dunst bemerkbar 
machen können. Herz- und Lungenkranke, Asthmatiker, ältere oder diesbezüglich empfindliche Personen 
sollten dann nicht ohne individuellen Rat ihres Arztes einreisen. Darüber hinaus wird empfohlen, sich – 
gegebenenfalls über die für Deutschland zuständigen Auslandsvertretungen von Indonesien – über die 
Verhältnisse vor Ort zu unterrichten.

 

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