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Bali:

Geographie:

   Größe 5.501 km², eigenständige indonesische Provinz, im Westen von Java durch die schmale Bali-Straße getrennt. Im Osten liegt zwischen Bali und Lombok die vierzig km breite und auch sehr tiefe Lombok Straße. Hier verläuft die sog. Wallace-Linie, eine biologische Unterscheidungslinie, die die Tier- u. Pflanzenwelt Asiens und Australiens trennt.

         Den südlichen Teil der Insel nimmt eine große, leicht ansteigende Ebene ein, die durch kunstvolle Reisterrassen, für die Bali berühmt ist, bestimmt wird. Der Nordteil wird durch die vulkanischen Bergketten geprägt. Die höchsten Berge sind der Gunung Agung (3.142m) und der Gunung Batukaru (2.276m). Im Nordwesten Balis befindet sich der Bali-Barat-Nationalpark.

 

Bevölkerung:

       Derzeit etwa 3 Mill. Einwohner. Die meisten Menschen leben im äußerst fruchtbaren Südteil der Insel, der intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Hier liegt auch die Inselhauptstadt Denpasar mit ca. 300.000 Einwohnern. Fast 95 % der Balinesen sind Hindus, ein Teil von ihnen verweist auf seine Vorfahren aus Java, die Bali-Aga hingegen betrachten sich als die ursprünglichen Bewohner der Insel. Die übrigen Einwohner sind Moslems oder Christen.

 

Geschichte:

     Seit dem 8./9. Jahrhundert verbreitete sich der Hinduismus, von Java kommend auf Bali. Damit begann zugleich die über Jahrhunderte eng verknüpfte Geschichte der beiden Inseln. Im 10. Jahrhundert heiratete der balinesische Fürst Udayana die javanische Prinzessin Mahendradatta. Unter ihrem Sohn Airlangga wurden Ostjava und Bali gemeinsam regiert und erlebten eine kulturelle Blüte.

Ab 1292 war Bali kurze Zeit selbständig, geriet dann aber wieder unter den Einfluss Javas und wurde 1343 Teil des großen Majapahit-Reiches. Als nach 1500 das Reich Majapahit durch das Vorrücken des Islam auf Java zusammenbrach, flohen große Teile des hinduistischen Adels, aber auch Künstler und Wissenschaftler nach Bali. Damit wurde der Grundstein gelegt für die erneut blühende Hochkultur.

      Über die kommenden Jahrhunderte hinweg verteidigte Bali seine Unabhängigkeit und Kultur nach außen. Gleichzeitig gab es zahlreiche Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Königreichen auf der Insel. Um 1900 existierten Acht selbständige Fürstentümer.

        1846 begann die Eroberung Balis durch die Niederländer, zunächst jedoch wurde nur der Norden der Insel unterworfen.1906-1908 wurde die ganze Insel niederländische Kolonie. Bei den Kämpfen in Bandung und Klungkung wählten Tausende von Balinesen den Freitod (Puputan). Seit 1949 ist die Provinz Bali Teil Indonesiens. Seit 2001 ist Bali autonom.

                                                                        

Klima und Wetterbedingungen auf Bali:

      Da sich die Insel in unmittelbarer Nähe des Äquators befindet, herrscht das ganze Jahr über ein gleichbleibend warmes, tropisches Meeresklima. Die Durchschnittstemperaturen betragen 26°C. Die Höchsttemperaturen erreichen in den Küstengebieten 29-32°C, im Bergland liegen die Werte etwa 5°C niedriger. Nachts sinken die Werte auf 22-23°C, in den Bergen jedoch auch deutlich tiefer. Die Temperaturen des Meerwassers liegen ganzjährig bei fast konstant 28°C. Von April bis Oktober scheint die Sonne durchschnittlich 7 Stunden pro Tag. In den übrigen Monaten beträgt die Sonnenscheindauer 5-6 Stunden.

 

Niederschläge:

        Die Niederschläge verteilen sich unregelmäßig über das Jahr. Von April bis Oktober herrscht die sog. Trockenzeit und besonders im August und September regnet es kaum. Von November bis März fallen häufiger Niederschläge, der regenreichste Monat ist der Januar. Dennoch kann von einer Regenzeit wie in anderen tropischen Gebieten nur bedingt gesprochen werden, denn es regnet auch in dieser Zeit keineswegs jeden Tag und selbst an Regentagen beschränkt sich die Niederschlagsdauer oft auf die frühen Vormittags- oder die späten Nachmittags- bzw. Nachtstunden. Die verstärkte Bewölkung vermindert die Temperaturen etwas.

 

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