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| Heute nun ist schon Sonntag...
Nach dem Frühstück ging es zum Strand. Wir winkten Made, der bei seinen Kollegen etwas aß und gingen zu unserer Palme. Mein Mann ging ne Runde schwimmen, und ich wollte gerade das erste Mal in meinem Buch lesen, als zwei Süße lachend auf mich zukommen: Ni Made und Ni Luh mit Bananen für uns. Sie liefen dann wieder zu ihrem Papa und kamen mit ihm zurück.
Andreas war in der Zwischenzeit auch fertig mit Schwimmen und Made erzählte uns, dass die beiden heute morgen geweint hätten, weil sie zu uns an den Strand wollten. Da hatte Made keine Chance! Wir hatten gestern nämlich gefragt, ob Made seine Kinder nicht mit zum Strand bringen kann, weil Ni Luh keine Schule hat, aber er meinte, wenn der eine will, will der andere auch. Made ging noch mal auf „Kundenfang“ und seine Mädels spielten am Wasser. Also ging ich zu ihnen, was die beiden auch sofort ausnutzten und mutiger wurden. Die Hosen waren schon etwas naß. Papa Made wird das wohl gesehen haben, denn er kam zu uns und wollte, dass sie aus dem Wasser kommen, worauf sie zu meutern anfingen und sich weigerten. Aber er wollte ihnen nur die Sachen ausziehen, damit sie richtig toben können.
Das war dann okay, und sie stürmten ins Wasser. Made wurde hier nun nicht mehr gebraucht und ging zu meinem Mann. Die Brandung in Legian ist sehr stark, und ich habe die beiden höchstens bis zu den Knien reingehen lassen. Aber selbst das hat sie schon umgeworfen, und so manches Mal Wasser schlucken lassen. Also ging ich ein Stück zurück, setzte mich hin und ließ sie nur noch in meiner Nähe, vor allem die kleine Made, so dass ich sie bei besonders großen Wellen schnell festhalten oder hochheben konnte. Oft genug bin ich dabei selbst umgekippt, und das Gelächter war groß. Dann fing es an zu regnen: „Hujan!“ und im Wasser war’s wärmer als draußen. Also blieben wir drinnen. Ich sah die beiden Männer unter dem Regenschirm kauern und freute mich über das schön warme Wasser, in dem wir saßen. Wenn jetzt besonders große Wellen kamen, liefen die beiden mit großem Gelächter schnell zu mir und klammerten sich eine links, eine rechts an mir fest. Ich hatte wirklich zu tun, mich zu halten. Manchmal kippten wir dann auch lachend nach hinten. Irgendwann hatten wir genug und gingen raus. Der Regen wollte nicht aufhören. Also beschlossen wir, mit Made nach Denpasar zum Markt zu fahren. Erst Duschen, umziehen, Kinder und Nengah nach Hause bringen und dann zum
Markt. Auf dem Markt wollten wir ein paar Mitbringsel kaufen, Holzschnitzereien und vielleicht Kindersachen für unseren Neffen..
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Bei unserem letzten Marktbesuch vor zwei Jahren hatte Made meinen Mann schon ein wenig unterstützt beim Handeln, unbemerkt von allen anderen. Dieses mal klappte es noch besser. Andreas handelte mit den Verkäufern, während Made mir ganz unbeteiligt die seiner Meinung nach rechtmäßige Summe ins Ohr flüsterte und mich dann leicht anstupste. Ich war also diesmal der Vermittler und musste mir echt das Lachen verkneifen. Wir erstanden ein paar schöne Sachen, trafen Mades besten Freund, aßen Sate und saßen dann im Gebäude zwischen den ganzen Balinesen, als ein großer Regenguß einsetzte.
Unser Auto stand ein Ende weiter weg, und die Gehwege sind meist überdacht, aber wir mussten quer über die Straße, und es goss wirklich.
Wir verkosteten noch ein paar Salak-Früchte, bevor wir sie kauften.
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| Ich glaube, der Regen wäre noch ewig so weitergegangen, und Made sah das wohl ähnlich: „Gehme!“ Das hatte er wohl mal von Touristen gehört und brachte es jetzt gerne an. Andreas wies ihn grinsend daraufhin, dass es wirklich sehr doll regnet. Wir hatten einen kleinen Regenschirm mit. Diesen nahm Made mir aus der Hand, spannte ihn auf und gab ihn mir wieder: „For you!“ Er grinste Andreas an, als er fragte: „And me?“ und meinte, er braucht keinen... und geht lachend los. Die beiden lassen wirklich kaum eine Gelegenheit aus, sich gegenseitig ein wenig zu ärgern. Es ist sehr lustig, und so
unkompliziert... und ich glaube, viele (neue) Lachfalten bekommen zu haben...
Nachdem Made uns zum Hotel gebracht hat, sind wir auch dort geblieben, weil der Regen einfach nicht nachließ. Außerdem haben wir morgen unsere erste große Tour mit Made, und da müssen wir etwas früher aufstehen. Um 9:00 will er da sein. Mal sehen...
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Wir warteten bereits vorne an der Rezeption, als Made nach sehr ausgedehnter balinesischer Zeit kam.
Als er auf den Hof fuhr und uns sah, verneigte er sich ein paar Mal entschuldigend mit vor dem Gesicht gefalteten Händen, dass ich lachen musste, weil ich sein Grinsen dabei sah. Er hatte sein Auto noch gewaschen. Tatsächlich, innen und außen richtig schön sauber. Unsere Fahrt sollte heute zum Bratansee gehen, an dem es uns beim ersten Mal so gut gefallen hat. Dann zu einem bei Touristen noch nicht so bekannten Wasserfall in Munduk und zurück über eine Straße mit (lt. Reiseführer) ganz vielen wunderschönen Reisterassen. Auf dem Weg zum Bratansee fragte Made, ob wir anhalten und in einem Warung etwas essen wollten, aber wir waren noch satt vom Frühstück. Am Ziel angekommen rückte Made dann damit raus, dass er noch kein Frühstück hatte. Also gingen wir erst einmal gemeinsam essen. Made bestellte für sich Nasi
Champur, Reis mit Gemüse, Ei und Fleisch und Andreas bestellte sich Nasi
Ayam, Reis mit Hühnchen.
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Made ißt schon, als auch endlich Andreas’ Essen kommt: gebratenes Hühnerbein mit Salat. „No Rice for you. Only salad!” Made grinst erst, als mein Mann etwas irritiert guckt, aber da kommt auch schon sein Reis, und Made bekommt einen leichten Knuff in die Seite. Ja, ich hatte den richtigen
Platz gewählt, als ich mich den beiden gegenübersetzte. Dann wurde noch eine Suppe gebracht, die Made wohl bestellt hatte, nachdem wir nach der Suppe gefragt hatten, die dort an der Tafel stand. Sehr appetitlich sah sie nicht gerade aus. Made nahm einen Löffel voll und runzelte kaum merklich die Stirn. Wir sahen uns an, und mit wenigen Zeichen war klar, dass man die Suppe nicht unbedingt essen muß. Er wollte nicht, dass dies die Herren hinter ihm, wahrscheinlich die Chefs, mitbekommen.
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Die Herren gingen dann aber weg, und als mein Mann nach der Suppe fragte, meinte Made breit grinsend, sie ist vielleicht 5 Tage alt. Und Mades
Essen ? Vielleicht ei ne Woche. Und Andreas’ Hühnerbein? Vielleicht einen Monat, aber nun ist’s auch egal, weil er ja aufgegessen hat.
Dann sind wir frisch gestärkt zum See runter, haben Fotos gemacht und Balinesen beim Angeln zugesehen. Die Anlage dort ist wunderschön, sehr gepflegt, herrlich ruhig, schöne Bäume und Blumen und die Berge im Hintergrund.
hier mal mit den Bergen im Rücken.
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Etwas weiter vom Weg entfernt standen runde Betonbehälter mit ca. 1m Durchmesser. Andreas fragte Made, wofür die sind. Ich ahnte schon, was da wohl kommen
wird... und mußte mir das Lachen verkneifen, während Made ohne mit der Wimper zu zucken erklärte, dass man Geld hineintun kann für Spenden. |
| Andreas guckte etwas unglaubwürdig, ging aber los, um sich dies aus der Nähe zu betrachten, während Made zu mir kommt, und mir grinsend zuflüstert, dass dies Abfallbehälter sind. Andreas spielt mit, als Made ihn fragend ansieht und meint, er habe 20 Euro hineingetan...
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Wasserfall Munduk
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Anschließend fahren wir zum Wasserfall von Munduk, stellen das Auto an dem kleinen Warung mit Parkplatz ab und gehen die letzten 10 Minuten zu Fuß durch den Wald.
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| Es ist herrlich hier in der Natur, weit weg vom Legian-Trouble. Unten angekommen verlassen gerade ein paar Leute diesen schönen Platz, und wir sind ganz alleine am Wasserfall.
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Ist das schön!!!
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Nicht nur wir waren begeistert !!!
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Es spritzt ziemlich, wenn man etwas dichter herangeht, aber es ist toll. Wir sind alle drei begeistert. Made war auch noch nicht hier, und jetzt hat er wieder etwas, dass er anderen Touristen empfehlen kann.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz zeigte uns unser lustiger Reiseleiter Kakao, Kaffee, Ananas, Avocado und Vanille.
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| Wir sind dann die Straße Richtung Pupuan zurückgefahren, und im Reiseführer wurde wirklich nicht zu viel versprochen: Es waren wunderschöne, nicht
enden wollende Reisterrassen.
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| Daher hielten wir oft an und machten Fotos. Made lies sich sogar von unserer Begeisterung anstecken, nahm dann den zweiten Fotoapparat und machte von da an die Aufnahmen.
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Am Straßenrand wurden Rambutan (ähnlich wie
Litschis) verkauft. Made fragte uns, ob wir welche möchten. Er hatte auf dieser Fahrt schon kein eigenes Geld mehr mitgenommen, da wir immer alles für ihn mitbezahlen und wollte sich nun von meinem Mann etwas geben lassen.
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Nach einem leichten Knuff von Made auf die freche Frage, ob er denn kein eigenes Geld habe, rückte Andreas grinsend mit dem Geld raus und Made kam nach ein paar Minuten zurück mit 4 Bündeln, wobei an jedem wohl ca. 20 Früchte waren. Ich lachte und fragte ihn, warum er so viel gekauft hat. Er antwortete, dass dort vier Frauen standen, und jede wollte, dass er etwas von ihr
kauft... nun ja. Made hat ja eine große Familie, und die Kinder werden sich
freuen. Gekostet haben sie übrigens zusammen unglaubliche 6000 Rp.! Auf der Rückfahrt saß ich nun neben Made, und wir unterhielten uns über alles mögliche. Es war schön zu hören, dass für ihn unsere Freundschaft genauso etwas besonderes ist wie für uns. Er meinte, er lernt viele Leute kennen, die dann auch etwas mit ihm unternehmen möchten, aber nicht mit seiner ganzen Familie, so wie wir an unserem Ausflug zum
GWK-Park.
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Wir unterhielten uns über viel Persönliches, und ich habe gestaunt, wofür er sich alles interessiert, und wie offen er über viele Dinge spricht, während Andreas auf der Rückbank vor sich hinschlummerte. Andreas liebt Satè und könnte überall welches kaufen. Das wusste auch Made, und während er ihn so grinsend im Rückspiegel betrachtete, rief er mit einem Mal ganz laut: Andreas, satè! Er schreckte hoch, sah hinaus und fragte:Wo? Made lachte und meinte: Maybe in
Kuta! Mir tat langsam der Bauch weh vom vielen Lachen, und ich fragte mich, wann Adreas sich wohl für diesen Scherz erkenntlich zeigen wird...
Die Rückfahrt wurde dann aufgrund des täglichen Staus noch recht anstrengend so ohne Klimaanlage, und wir waren alle drei froh, als wir wieder in Kuta waren.
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Mittwoch, 17.03.04
Heute ging die Fahrt zum Pura Rambut Siwi im Westen Balis. Wir waren dort ganz alleine, ringsum Reisfelder und hinter dem Tempel das Meer. Wunderschön. Der Eintritt war wie eine freiwillige Spende. Wir bekamen Sarong und Tempelschal, und dann wurde uns ein Buch gegeben, in dem die jeweiligen Besucher und ihre gezahlten Eintrittsgelder standen. Das fanden wir sehr schön, denn wir zahlen gerne für die Besichtigung dieser Anlagen, möchten aber nicht übers Ohr gehauen werden. So konnten wir die Höhe selbst bestimmen, und die Art und Weise sowie die schöne Lage und das nette Wesen des Guides waren dabei sehr förderlich.
In den Innenhof des Tempels durften wir nicht, aber wir sahen auch so genug. Ein Teils des Tempels liegt auf der Steilküste, der andere unten am schwarzen Strand. Es war herrlich dort, und ich hätte noch ewig am Strand
lang laufen können... (aber Männer und spazieren gehen...)
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Wir fuhren dann zurück nach Mediwi Beach und aßen in den
Mediwi Beach Cottages lecker Mittag. Der Strand dort besteht aus Steinen und Felsen, und ist so gar nicht
badeeinladend. Aber es gab viele Surver dort, und ein Stückchen weiter sahen wir so etwas wie einen Strand.
Heute Abend wollten wir eine kleine Grillfeier bei Made zu Hause machen. Also kauften wir unterwegs Fisch und ließ ihn gleich vor Ort ausnehmen. Das war unglaublich. Fünf große Fische, und ich glaube, es dauerte für alle zusammen nicht länger als eine Minute. Am schönsten wurde dann aber die
Bierkauf-Aktion. Da die engsten Freunde von Made kommen und alle gerne Bier trinken, es sich aber so nicht leisten können, musste noch welches gekauft werden. Wir also rein in den Supermarkt. Dort stand ein Kasten Bintang. Wir überlegten uns, dass wir keine Tüten dabei haben und beschlossen kurzerhand, den ganzen Kasten zu nehmen. Er war leicht angestaubt und ohne Preisschild. Wir fragten den ersten Angestellten, der fragend den nächsten heranholte, der fragend den nächsten
heran holte... Zum Schluß standen fünf Angestellte diskutierend um den Kasten Bier herum. Auch Mades Fragen brachten kein Ergebnis. Dann nahmen wir den Kasten einfach mit und gingen zusammen mit den Süßigkeiten und Getränken für die Kinder zur Kasse. Dort stellte sich dann raus, dass aller Aufwand umsonst war, denn die Flaschen wurden aus dem Kasten genommen und einzeln in die bereitliegenden Tüten gelegt.
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